Wenn Kinder Medikamente brauchen


Besser Hustensaft als Tabletten
Wenn Kinder Medikamente brauchen
Wavebreakmediamicrro/ veer.com
Kleine Patienten weigern sich oft, ihre Medizin zu nehmen. Mit flüssigen Arzneien speziell für Kinder klappt es meist besser.

Bittere Pillen sind nicht leicht zu schlucken, erst recht nicht für Kinder. Doch was tun, wenn die Kleinen Medizin einnehmen müssen? Die Bundesapothekenkammer erklärt, was Eltern beachten sollten und mit welchen Tricks die Einnahme von Medikamente besser klappt.

Eine Belohnung wirkt Wunder

Eine Redensart sagt: Medizin, die wirken soll, schmeckt nicht. Bittere Tabletten oder Hustensäfte sind aber besonders bei kranken Kindern problematisch. Die Kleinen weigern sich, den Mund zu öffnen, spucken die Medizin wieder aus oder erbrechen sie. Dann wird die Einnahme der Medikamente zur Geduldsprobe. „Riskant ist, wenn Eltern ihren Kindern vorgaukeln, dass eine Tablette eine Süßigkeit wäre oder sie zur Einnahme zwingen. Lieber eine kleine Belohnung hinterher in Aussicht stellen“, rät die Expertin.
Spezielle Mittel für Kinder
Kinder haben häufig Mühe, ihren Würgereflex zu unterdrücken und deshalb Schwierigkeiten beim Tablettenschlucken. Deshalb eignen sich für den Nachwuchs flüssige Arzneien oder Lutschpastillen besser als Tabletten. Doch viele Hustensäfte oder Pastillen zum Lutschen schmecken bitter. Fragen Sie in der Apotheke nach geschmacksneutralen oder süßen, für Kinder besser geeigneten, Mitteln. Alternativ dürfen manche Wirkstoffe mit Saft oder Tee statt Wasser eingenommen werden. Das überdeckt den unangenehmen Geschmack der Medizin. Welche Arzneien das sind, erfahren Sie in Ihrer Apotheke. Milch oder Muttermilch eignen sich in keinem Fall zur Einnahme von Medikamenten. Das darin enthaltene Kalzium deaktiviert unter anderem verschiedenste Antibiotika. Deshalb sollten zwischen der Medikamentengabe und dem Genuss von Milch mindestens zwei Stunden vergehen.

Der Nachteil von flüssiger Medizin besteht in der Gefahr, sie zu über- oder unterdosieren. Achten Sie darauf, dass ihr Kind die gesamte verordnete Medikamentendosis zu sich nimmt. Eine zu geringe Menge wirkt nicht wie geplant. Spucken die Kleinen einen Teil der Medizin wieder aus oder erbrechen ihn, darf nicht noch einmal eine volle Dosis der Arznei gegeben werden. Sonst droht eine Überdosierung. In solchen Fällen besser beim Kinderarzt oder in der Apotheke nachfragen.
Tropfen und Zäpfchen vorwärmen
Verabreichen Sie Kindern Säfte, Tabletten oder Lutschpastillen immer im Sitzen. Im Liegen können sie sich sonst leicht verschlucken. In vielen Fällen hilft es, Kindern die Einnahme von Medikamenten so angenehm wie möglich zu machen. Ohren- und Augentropfen sind vorgewärmt angenehmer. Zäpfchen gleiten leichter, wenn sie handwarm und mit etwas Wasser benetzt sind. Cremes oder Öle eignen sich weniger als Gleitmittel, da sie die Aufnahme des Wirkstoffs beeinträchtigen. Eine Alternative zu Wasser ist Vaseline. Führen Sie Zäpfchen am besten behutsam mit dem stumpfen Ende voran ein und pressen Sie die Pobacken des Kindes danach einige Minuten zusammen. So bleiben Zäpfchen wo sie hingehören und rutschen nicht mehr hinaus.
Nur in Absprache mit dem Arzt

In jedem Fall sollten Kinder Medikamente nur nach Absprache mit einem Arzt bekommen. Viele, scheinbar harmlose Mittel wie Kopfschmerztabletten wirken bei kleinen Patienten anders als bei Erwachsenen und können unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Die App zum E-Rezept:











 

News

Finger weg von Lachgas!
Jugendlicher füllt Lachgas aus einer Kartusche in einen Luftballon

Nervenschäden möglich

In kleine bunte Ballons verpackt kommt Lachgas erst einmal recht harmlos daher. Außerdem ist es günstig, leicht zu beschaffen und legal – alles Eigenschaften, die es als Partydroge bei Jugendlichen sehr beliebt macht. Doch wie bei jeder Droge drohen auch bei Lachgas ernste gesundheitliche Folgen.   mehr

Beim Entwässern auf Natrium achten
Beim Entwässern auf Natrium achten

Vorsicht mit Diuretika

Entwässerungsmittel werden bei vielen Erkrankungen eingesetzt. Eine Wirkstoffgruppe, die Thiazide, führt häufig zu einem Natriummangel im Blut. Und das vor allem zu Beginn der Therapie.   mehr

Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht
Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht

Ob Fehlgeburt oder Abtreibung

Abtreibung führt zu Brustkrebs! Diese Parole wird seit Jahren immer wieder ins Feld geführt, um schwangere Frauen von einem Abbruch abzuhalten. Dass das nicht stimmt, wird durch eine finnische Studie erneut untermauert.   mehr

Rezepte gegen Kater
Rezepte gegen Kater

Zu tief ins Glas geschaut?

Ob Familienfeier, Biergartenausflug oder Party: Wer beim Alkohol über die Stränge schlägt, bezahlt das am nächsten Tag meist mit einem Kater. Was hilft dagegen?   mehr

Blutdruckmessen will gelernt sein

Mann sitzt an einem Tisch und misst sich mit einem Blutdruckmessgerät selbst den Blutdruck.

Achtung Armhaltung!

Für eine korrekte Blutdruckmessung ist nicht nur ein geeignetes Gerät wichtig. Auch die Armhaltung muss stimmen – sonst kommen dabei leicht falsche Werte heraus.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Vital-Apotheke
Inhaber Roland Cäsar
Telefon 04441/90 73 73
Fax 04441/90 73 72
E-Mail info@vital-apotheke-vechta.de