Reisen: Impfpass mitnehmen


Am besten ins Handgepäck
Reisen: Impfpass mitnehmen

Flugtickets, Bargeld und Reisepass: Diese Dinge gehören auf Reisen in das Handgepäck. Viele vergessen allerdings ein anderes wichtiges Dokument: den Impfpass. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) hin.

Wichtige Info für den Notfall

Nicht nur bei Fernreisen, sondern auch schon bei Mittelmeerreisen gibt es bestimmte Impfvorschriften. Deswegen ist es wichtig, seinen Impfpass auf Reisen nicht zu vergessen. In ihm sollten grundsätzlich alle Impfungen eingetragen sein. „Bei Notfällen im Ausland – wenn man sich zum Beispiel verletzt oder von einem Tier gebissen wird – ist es sehr wichtig, dass der behandelnde Arzt aus dem Impfpass direkt ersehen kann, ob noch ein Impfschutz gegen Tetanus oder Tollwut vorliegt, oder eine Impfauffrischung erforderlich ist. Schließlich können diese Infektionskrankheiten ohne Impfung tödlich verlaufen“, warnt Thomas Löscher vom BDI.

Welche Impfung für welche Reise?

Bei einer reisemedizinischen Beratung lässt sich abklären, welche Impfung für die geplante Reise wichtig oder sogar vorgeschrieben ist. „Ein besonders hohes Erkrankungsrisiko haben Rucksack-, Tropen- und Langzeitreisende. Zudem werden bei Reisen durch mehrere Länder teilweise andere Impfnachweise verlangt als bei Einreise direkt aus Deutschland. Insofern kontrollieren wir bei einer reisemedizinischen Beratung auch den Impfpass“, erklärt Löscher.

Ein geltender Impfschutz muss stets gegen Tetanus und Diphtherie nachweisbar sein. Diese Impfungen erstatten die Krankenkasse. Häufige Reiseimpfungen sind außerdem: Hepatitis A und B, Polio und Typhus. Reisende sollten sich außerdem informieren welche Impfungen für welches Land oder Region vorgeschrieben sind.

Sechs Wochen vor Reiseantritt

Auch der Zeitpunkt der Impfung ist wichtig. „Idealerweise sollte man mit den erforderlichen Impfungen spätestens sechs Wochen vor Reiseantritt beginnen, trotzdem ist auch bei Last-Minute-Reisen eine kurzfristige Beratung empfehlenswert und eine vernünftige Impfprophylaxe selbst dann in den meisten Fällen noch durchführbar und sinnvoll“, betont Löscher. 

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