Ultraschall in der Schwangerschaft


Wichtig und sicher
Ultraschall in der Schwangerschaft
mauritius images / Science Photo Library / Peakstock
Die Ultraschallvorsorge für Schwangere ist sicher

Nach unglücklichen Aussagen in einem Interview stellen medizinische Fachverbände klar: Die Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft sind für Mutter und Kind sicher.

Kein 3D-Ultraschall für Schwangere

2021 wurde der Schwangeren-Ultraschall für 3D-Bilder verboten. Der Grund: Solche Bilder bringen keinen medizinischen Nutzen. Dieses Verbot hat der Chef des Medizinischen Dienst in den letzten Wochen in der Presse noch einmal betont. Allerdings mit einer unglücklichen Wortwahl: So war von einer „unnötigen Strahlung“ die Rede. Das Problem: Ultraschall nutzt eben keine „Strahlen“, sondern Schall. Die falsche Nennung hat möglicherweise zu erheblichen Verunsicherungen geführt und das Bild aufkommen lassen, dass Ultraschall schädlich sei wie Röntgenstrahlen.

Ultraschall ist strahlenfrei

Doch dem ist nicht so. Der große Vorteil von Ultraschall besteht gerade darin, dass er ohne Strahlen auskommt. Beim Ultraschall sendet der Schallkopf Schallwellen aus, die im Körpergewebe zurückgesendet werden. Diese Rücksendungen nimmt der Schallkopf wieder auf und errechnet dadurch ein Bild vom Körperinneren. Ultraschall gilt als äußerst sicher und seit über 50 Jahren im Routineeinsatz. Schädigungen durch den Schall sind bisher nicht festgestellt worden. Und so betonen auch diverse medizinische Fachgesellschaften, die WHO und die Bundesärztekammer, das Ultraschall sicher ist.

Vorteile bei der Vorsorge

Gerade in der Schwangerschaft bietet der Ultraschall einen großen Nutzen. In der Schwangerenvorsorge lassen sich so beispielsweise Wachstumsstörungen des Babys oder die Lage der Plazenta feststellen, ohne dass in den Körper der Frau eingegriffen wird. Dieses Wissen trägt dazu bei, Risiken in der Schwangerschaft oder für die Geburt oder auch Krankheiten zu entdecken. Sind diese bekannt, können diese oft behandelt werden – zum Wohle von Mutter und Baby. Der Routine-Ultraschall trägt wesentlich dazu bei, das Schwangere heutzutage gut versorgt sind. Dass der 3D-Ultraschall nicht mehr durchgeführt werden soll, liegt daran, dass er medizinisch keinen Wert hat – dafür aber medizinische Ressourcen wie ärztliche Arbeitszeit bindet. Dazu ist für die Berechnung eines 3D-Bildes eine höhere Intensität an Schall notwendig. Hier gilt der Grundsatz: Unnütze Untersuchungen sollten gerade in der Schwangerschaft ganz allgemein nicht erfolgen. 
Quellen: Frauenärzte im Netz, RND

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