Gehirnleistung saisonabhängig


Demenz eher in Winter und Frühjahr
Gehirnleistung saisonabhängig

Sind wir im Winter vergesslicher? Forscher stellten jahreszeitliche Unterschiede bei der Gehirnleistung von Erwachsenen fest. Im Spätsommer und frühen Herbst fielen die kognitiven Tests besser aus wie in der kalten Jahreszeit.

Schlechtere Gehirnleistung in Winter und Frühjahr

Wissenschaftler der Universität Toronto und vom Medizinischen Zentrum in Chicago werteten die Daten von 3.353 Erwachsenen aus Kanada, Amerika und Frankreich mit und ohne Alzheimer-Erkrankung aus. Einmal pro Jahreszyklus durchliefen die Probanden neuropsychologische Tests. Zusätzlich bestimmten die Forscher die Konzentrationen an Eiweißen und Genen, die mit der Alzheimer-Erkrankung in Verbindung stehen.

Die Testpersonen zeigten im Spätsommer und Frühherbst bessere Gedächtnis- und Konzentrationsleistungen als im Winter und Frühjahr. Laut Studie entsprach der kognitive Vorsprung einem Altersunterschied von 4,8 Jahren. Auch die Alzheimer-assoziierten Eiweiße und Gene wiesen einen saisonalen Zusammenhang auf.

Ergebnis bei Demenztest öfter positiv

Gleichzeitig war es in Winter und Frühjahr wahrscheinlicher, dass die Teilnehmer in speziellen Tests die Kriterien für die Diagnose einer leichten kognitiven Beeinträchtigung oder Demenz erfüllten. Die Kopplung zwischen der Jahreszeit und der kognitiven Funktion blieb auch nach Berücksichtigung möglicher Störfaktoren wie Schlafverhalten, körperlicher Aktivität und Schilddrüsenstatus signifikant.

Quelle: Ärzteblatt

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