Hüftschnupfen bei Kindern


Ruhe und Schonung sind angesagt
Hüftschnupfen bei Kindern

Wenn ein Kind hinkt oder nicht mehr laufen will, weil eine Hüfte schmerzt, kann sich dahinter ein sogenannter Hüftschnupfen verbergen. Was es damit auf sich hat und wann Eltern mit ihrem Kind zum Arzt gehen sollten.

Erst Schnupfen, dann Hüftschnupfen

Der Hüftschnupfen (Coxitis fugax) ist eine plötzlich beginnende nicht-bakterielle Hüftentzündung, die vor allem bei Klein- und Grundschulkindern auftritt. Die genaue Ursache des Hüftschnupfens ist nicht bekannt. Auffällig ist jedoch, dass der Hüftinfektion meist etwa zwei Wochen zuvor eine Virusinfektion beispielsweise der Atemwege oder des Magen-Darm-Trakts vorausgeht. Flüssigkeit sammelt sich im Hüftkopf, sodass das Bein beim Laufen schmerzt. Betroffene Kinder beginnen ohne erkennbare Ursache zu hinken, weigern sich zu laufen oder klagen plötzlich über Schmerzen in einer Hüft- oder Beinseite. Die Beschwerden können bis ins Knie ausstrahlen.

Fieber als Hinweis auf bakterielle Infektion

„Wenn die Hüftschmerzen mit Fieber verbunden sind, ist das ein Alarmzeichen, bei dem Eltern umgehend ihren Kinder- und Jugendarzt aufsuchen sollten, um frühzeitig Schäden am Gelenk verhindern zu können“, rät Dr. Hermann Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Denn Fieber weist auf eine bakterielle Gelenkentzündung hin und ist untypisch für einen gewöhnlichen Hüftschnupfen. Bei humpelnden Kindern ist ein Arztbesuch sinnvoll, um anderen Erkrankungen wie Borreliose oder Rheuma auszuschließen. Eine Ultraschalluntersuchung schafft Klarheit: Die Flüssigkeitsansammlung im Hüftspalt ist dabei gut zu erkennen. Gegen starke Schmerzen kann der Kinderarzt schmerzlindernde Medikamente verschreiben.

Schonung fördert Heilung

„Damit die schmerzhafte Schwellung in der Gelenkschleimhaut der Hüfte sich zurückbilden kann, braucht das Gelenk Ruhe und Schonung“, erklärt Kahl. Da Kinder bis zu etwa sechs Jahren noch nicht gut mit Gehhilfen umgehen können, sollten sie eventuell einige Tage das Bett hüten. Halten Betroffene die Schonung ein, lassen die Beschwerden in der Regel innerhalb von einer Woche nach. Ein gewöhnlicher Hüftschnupfen heilt folgenlos ab – Rückfälle sind selten.

Die App zum E-Rezept:











 

News

Erkältungssäfte sicher anwenden
Erkältungssäfte sicher anwenden

Vergiftungsgefahr für Kleinkinder

Pseudoephedrin ist hilfreich bei Erkältungen, kann aber bei falscher Anwendung Vergiftungen verursachen. Eine Auswertung deutscher Giftinformationszentren zeigt: Besonders häufig betroffen sind Kinder unter sechs Jahren.   mehr

Lange Essenspausen bei Älteren
Lange Essenspausen bei Älteren

Gesund oder schädlich?

Intervallfasten gilt als gesund – doch für ältere Menschen könnte das anders aussehen. Eine schwedische Studie zeigt: Wer besonders lange Essenspausen machte, entwickelte über die Jahre schneller chronische Erkrankungen.   mehr

Tipps für die Tabletten-Einnahme
Tipps für die Tabletten-Einnahme

Kopf vor oder nach hinten?

Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.   mehr

Kopfschmerz-Typen besser erkennen
Frau mit Kopfschmerzen hält sich Nacken und Stirn.Von Kopfschmerzen gibt es verschiedene Typen.

Migräne, Spannung oder Hirnblutung?

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Deutschen leidet mindestens einmal im Monat unter Kopfschmerzen. Doch häufig wissen Patient*innen nicht, welcher Kopfschmerz-Typ sie eigentlich plagt. Erfahren Sie das Wichtigste über 3 häufige Arten und wann Kopfschmerzen ein Alarmsignal sind.   mehr

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Vital-Apotheke
Inhaber Roland Cäsar
Telefon 04441/90 73 73
Fax 04441/90 73 72
E-Mail info@vital-apotheke-vechta.de